BIOGRAFIE

 Besonders eindrucksvoll aber sang Juliane Harberg. Ihr dunkelrot glühender Mezzosopran ging, im Agnus Dei unter die Haut: Dona nobis pacem! Kein Amen, aber Ovationen. Kieler Nachrichten

Juliane Harberg wurde in Schwerin geboren und begann sehr früh mit dem Musikstudium (Flöte, Geige und Gesang). Mit 13 Jahren gab sie ihr erstes Konzert mit Schubert-Liedern im Neustädtischem Palais Schwerin, dem dann viele weitere im In- und Ausland folgten.

 

Ihr Bühnendebut als Gesangssolistin folgte im darauffolgenden Jahr am Mecklenburgischen Staatstheater. Später war es der Dirigent Matthias Formeny, der sie ermunterte, an einer Gesangslaufbahn festzuhalten. Mit 18 Jahren nahm sie ihr Gesangsstudium bei Ulla Groenewold auf. Ihre Opernausbildung erhielt sie an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover in der Opernklasse von Carol Richardson-Smith, die sie bis heute künstlerisch betreut. Weitere wichtige Impulse erhielt sie in der Zusammenarbeit mit Michael Junge, Philipp Moll, Jeffrey Smith, Justus Zeyen und Jonathan Seers. Neben zahlreichen Auszeichnungen erhielt Juliane Harberg Förderungen vom Richard Wagner Verband, der Jungen Musikerstiftung Bayreuth und der Stiftung Edelhof Ricklingen.


Juliane Harberg tritt mit prachtvoll klarer Stimme als eine selbstbewusste junge Frau auf, eine Prinzessin auf Erden.


Hannoversche Allgemeine


Noch während ihres Studiums im Alter von 23 Jahren wurde Juliane Harberg an das Opernhaus Kiel engagiert. Dort überzeugte sie u.a. als Sofia in I Lombardi alla prima crocciata, Frau Reich in den Lustigen Weiber von Windsor, Stařenka Buryjovka in Jenufa, Annina in La Traviata und Dryade in Ariadne auf Naxos. Mit ihrer Musikalität und hohen Affinität für die zeitgenössische Musik konnte sie als 3. Dame in der Schachnovelle von Cristóbal Halffter und als Mezzosopran in der von arte produzierten Märchenoper Kalif Storch – Verwandlung zum Glück auf sich aufmerksam machen. Auf Einladung des Bach Collegicum Zürich und dem Festivalorchester Hannover-Herrenhausen war sie als Alt-Solistin in szenischen Umsetzungen der Kantaten von Johann Sebastian Bach zu erleben. Als Maria in dem Weihnachtsoratorium I-IV wurde ihre „prachtvolle klare Stimme“ von der Kritik gelobt. Mit dem Bayreuth-Regisseur und Intendanten a.D. der Hannoverschen Staatsoper Hans-Peter Lehmann arbeitete sie mehrfach im Rahmen des Sommerfestivals Oper auf dem Lande zusammen, der ihre Stimme als „voce importante“ beschrieb.

 

Weitere Gastengagements führten sie u.a. an die Hannoversche Staatsoper und das Oldenburgische Staatstheater. Zu ihrem Repertoire zählen u.a. Dorabella in Cosi fan tutte, Sesto in La Clemenza die Tito, Amneris in Aida, Eboli in Don Carlos, Suzuki in Madame Butterfly, Flora/Annina in La Traviata, Komponist in Ariadne auf Naxos, Hänsel in Hänsel und Gretel, Fricka in Rheingold/Walküre, Waltraute in Walküre, Venus in Tannhäuser, Marie in Fliegender Holländer, Magdalene in Meistersinger, Dalila in Samson et Dalila, Charlotte in Werther, Narciso in Agrippina, Adalgisa in Norma, Tisbe in Cenerentola, 3. Elfe/Küchenjunge in Rusalka, 2./3. Dame in der Zauberflöte, Nancy Waters in Albert Herring und Leokadja Begbick in Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny.

 

Seit der Saison 2015/2016 widmet sich Juliane Harberg zunehmend dem Konzertfach. Als Alt-Solistin war sie u.a. in der Berliner Philharmonie, der Mieczysław-Karłowicz-Philharmonie in Stettin, dem NDR Landesfunkhaus Hannover, bei den NDR Musiktagen, den Internationalen Bachtagen in Zürich und im Berliner Dom zu hören. In zahlreichen Konzerten mit renommierten Orchestern und Ensembles u.a. dem MDR-Symphonieorchester, der Schweriner Staatskapelle, den Berliner Philharmoniker, dem Philharmonischen Chor und Orchester Kiel, dem Dudok Quartet Amsterdam und dem Ensemble für zeitgenössische Musik El Perro Andaluz konnte sie ihr weitreichendes Repertoire zur Geltung bringen.

 

Mit ihrem Duopartner Ermis Theodorakis war sie bereits mehrfach in renommierten Konzertsälen zu hören. Einen Schwerpunkt nimmt dabei ihre gemeinsame Leidenschaft die Musik des 20/21 Jh. und das Liedschaffen von Johannes Brahms ein. Im Rahmen ihres Engagements bei forma Leipzig e.V. hat Juliane Harberg bereits viele Auftragswerke zur Uraufführung gebracht und arbeitet regelmäßig mit Komponisten zusammen. Seit 2018 kuratiert sie die eigene Konzertreihe ArtiFACTion, die mit der Performance „NO“ im Museum der bildenden Künste Leipzig (MdBK) startete, widmet sie sich zeitgenössischen Werken für solo Stimme.

 

In der Saison 2019/2020 wird sie beim Bachfest Leipzig zu hören sein. Für die Saison 2020/2021 initiiert sie mit dem Projekt Les Muses en Dialogue ein neues Programmformat, das aus digitalen Inhalten und klassischen Liedprogrammen besteht. Darüber hinaus sind weitere Aufführungen des Projektes ArtiFACTion geplant.




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